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Ein kleines, aber helles Licht

„fidibus – mobile inklusive Familienbildung für alle“ auf dem Weg zum Deutschen Kita-Preis 2020

 

Das Trierer Bündnis fidibus hat es in die Endrunde um den Deutschen Kita-Preis in der Kategorie „Lokale Bündnisse für frühe Bildung“ geschafft. Nun haben sich Experten in Vorbereitung auf die Juryentscheidung vor Ort ein Bild über die Arbeit des fidibus-Teams gemacht. „Wir machen uns gemeinsam stark für alle Kinder und ihre Familien. Gelebte Inklusion, faire Kinderrechte und Zugänge für alle sind uns ein wichtiges Herzensanliegen. Kinder und ihre Familien unterschiedlichster Herkunft profitieren unabhängig von ihrer Lebenslage von den Begegnungs- und Bildungsangeboten unseres Bündnisses,“ betonte Silvia Willwertz, Leiterin von fidibus e.V.. Im Finale um den Deutschen Kita-Preis zustehen sei für alle eine große Ehre. Das Bündnis besteht aus dem Familienzentrum & Haus der Familie fidibus e.V., der Integrativen Kita Am Bach, der Kita Spatzennest, der Integrativen Kita Haus Tobias, der Kita St. Martin Zemmer-Schleidweiler, der Medardschule Trier, der Levanaschule Schweich sowie den Jugendämtern der Stadt Trier und des Landkreises Trier-Saarburg. Vielfältige Kooperationsprojekte finden dort statt, wo sich Kinder und ihre Familien aufhalten. Beispielsweise fahren die Mitarbeiter von fidibus regelmäßig zu Kitas im ganzen Landkreis. Sowohl langfristige Projektkooperationen, als auch Mikroprojekte wie zum Beispiel musikalische und kreative Mitmach-Angebote oder altersentsprechende Workshops zu Kinderrechten werden angeboten.

Darüber hinaus werden Broschüren für pädagogische Fachkräfte, Kinder und Familien erstellt, die auch weit über das Bündnis hinauswirken. „Fidibus ist ein kleines, aber helles Licht“, betonte Joachim Christmann, Geschäftsbereichsleiter für Jugend, Soziales und Gesundheit der Kreisverwaltung Trier Saarburg. Das Bündnis sei ein Impulsgeber für die ganze Region. Fidibus gehört als einziges rheinlandpfälzisches Bündnis zu den zehn Finalisten der Kategorie „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres“. Preisverdächtig ist, wer Kinder überzeugend in den Mittelpunkt seiner pädagogischen Arbeit stellt, Team, Eltern und Nachbarschaft einbindet sowie aus seinen Erfahrungen lernt. Im Mai 2020 werden in Berlin die fünf Gewinner ausgezeichnet. Das erstplatzierte Bündnis erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro. Die vier Zweitplatzierten dürfen sich über je 10.000 Euro freuen.

Weitere Infos zu fidibus: www.fidibustrier.de,Tel. 0651-2060949, email: kontakt@fidibus-trier.de

 

 

Quelle: KREIS-NACHRICHTEN Kreis Trier-Saarburg in der Ausgabe 09 / 2020 vom 26.02.2020


Deutscher Kita-Preis 2020: „fidibus – mobile inklusive Familienbildung für alle“ im Finale

Das Trierer Bündnis hat es dank der besonderen Qualität seiner Arbeit in die Endrunde um den Deutschen Kita-Preis in der Kategorie „Lokale Bündnisse für frühe Bildung“ geschafft.

„Wir machen uns gemeinsam stark für alle Kinder und ihre Familien – mit Kopf, Herz und Hand. Gelebte Inklusion, faire Kinderrechte und Zugänge für alle sind uns ein wichtiges Herzensanliegen! Kinder und ihre Familien unterschiedlichster Herkunft profitieren unabhängig von ihrer Lebenslage von den Begegnungs- und Bildungsangeboten unseres Bündnisses,“ betont Silvia Willwertz (Leitung fidibus e.V.) anlässlich einer Pressekonferenz, zu der die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung Projektverantwortliche und Kooperationspartner in das Familienzentrum eingeladen hat.

Das Bündnis besteht aus dem Familienzentrum & Haus der Familie fidibus e.V., der Integrativen Kita Am Bach, der Kita Spatzennest, der Integrativen Kita Haus Tobias, der Kita St. Martin Zemmer- Schleidweiler, der Medardschule Trier, der Levanaschule Schweich sowie den Jugendämtern der Stadt Trier und des Landkreises Trier-Saarburg. Vielfältige Kooperationsprojekte finden vor Ort statt, dort, wo sich Kinder und ihre Familien aufhalten. Sowohl langfristige Projektkooperationen, als auch Mikroprojekte, wie z.B. musikalische und kreative Mitmach-Angebote, altersentsprechende Workshops zu Kinderrechten, interkulturelle Musik-Projektwochen mit Instrumentenbau u.v.m.. „Darüber hinaus erstellen wir Broschüren aus den Best-Practice-Angeboten für pädagogische Fachkräfte, Kinder und Familien, die auch weit über das Bündnis hinaus wirken. So entstanden zum Beispiel eine DVD und verschiedene Broschüren zum Singen und Erzählen mit Gebärden, ein Familien-Kochbuch sowie ein Kinderrechtebuch in 7 Sprachen, Leichter Sprache und Kinderzeichnungen. Für Familien mit besonderen Kindern, Alleinerziehende, geflüchtete Familien oder Eltern mit besonderen Herausforderungen gibt es spezielle Mutmach-Angebote, die Begegnung und Austausche ermöglichen und Familien begleiten und stärken.

Hintergrund
Die Trierer Initiative gehört zu den zehn Finalisten der Kategorie „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres“. Fidibus ist in dieser Kategorie das einzige rheinland-pfälzische Bündnis. Preisverdächtig ist, wer Kinder überzeugend in den Mittelpunkt seiner pädagogischen Arbeit stellt, Team, Eltern und Nachbarschaft einbindet, sowie aus seinen Erfahrungen lernt.

Im Mai 2020 ist es soweit: In Berlin werden fünf der zehn Finalisten auf der festlichen Kita-Preis-Gala vor zahlreichen Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Medien ausgezeichnet. Das erstplatzierte Bündnis erhält ein Preisgeld von 25.000 Euro. Die vier Zweitplatzierten dürfen sich über je 10.000 Euro freuen.
Der Deutsche Kita-Preis ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung in Partnerschaft mit der Heinz und Heide Dürr- Stiftung, der Gisela-Sdorra-Stiftung, der Karg-Stiftung, dem Eltern-Magazin und dem Didacta- Verband.
Der Besuch des Experten-Teams war für alle Beteiligten ein sehr bewegender und spannender Tag. „Im Finale um den Deutschen Kita-Preis zu stehen ist für uns alle eine große Ehre und besondere Freude zugleich“, so Silvia Willwertz „und in strahlende Kinderaugen zu blicken, denn: Gemeinsam können wir mehr bewegen für die Zukunftschancen unserer Kinder!“

So heißt es ab jetzt die Daumen drücken und die Preisverleihung in Berlin im Livestream am 7. Mai mitverfolgen.


Die Trierer Initiative „fidibus – mobile inklusive Familienbildung für alle“ hat es in das Finale zum Deutschen Kita-Preis 2020 geschafft!

Das Trierer Bündnis „fidibus – mobile inklusive Familienbildung für alle“ ist auf dem besten Weg, Preisträger des Deutschen Kita-Preises 2020 zu werden. Die Trierer Initiative gehört zu den zehn Finalisten der Kategorie "Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres". Damit ist der Preis zum Greifen nah. Es ist in dieser Kategorie das einzige rheinland-pfälzische Bündnis.


Im Mai 2020 darf das Bündnis zur Preisverleihung nach Berlin reisen. Dort werden fünf der zehn Finalisten ausgezeichnet. Das erstplatzierte Bündnis erhält ein Preisgeld von 25 000 Euro. Die vier Zweitplatzierten dürfen sich über je 10 000 Euro freuen.
Auf dem Weg zum Deutschen Kita-Preis 2020 muss die Trierer Initiative noch eine Hürde überwinden: Im Februar 2020 erhält das Bündnis Besuch von einem Team aus Expertinnen und Experten der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung sowie der Hochschule für angewandte Pädagogik (HSAP). Bei dieser Gelegenheit können die Bündnisse dann noch einmal ihre Arbeit präsentieren. Die Ergebnisse dieses Workshops mit den Bündnismitgliedern aus Kitas und Schulen fließen in einen Bericht für die Jury ein, die entscheidet, wer eine Auszeichnung erhält. Preisverdächtig ist, wer Kinder überzeugend in den Mittelpunkt seiner pädagogischen Arbeit stellt, Team, Eltern und Nachbarschaft einbindet sowie aus seinen Erfahrungen lernt. Bei der Auswahl achten die Juroren auch auf die Rahmenbedingungen vor Ort. Denn der Deutsche Kita-Preis fokussiert sich nicht ausschließlich auf gute Ergebnisse, sondern würdigt gute Prozesse unter unterschiedlichen Voraussetzungen, heißt es in einer Pressemitteilung.


„Das ist einfach eine großartige Nachricht und wir freuen uns über alle, die uns weiterhin die Daumen drücken. Der Einzug ins Finale ist ein beeindruckender Erfolg, der uns zeigt, dass wir mit unserer „Mobilen inklusiven Familienbildung für alle“ einen wertvollen Beitrag für die Zukunft der Kinder und ihrer Familien leisten. Es berührt uns sehr, dass wir als rheinland-pfälzisches Familienzentrum & Haus der Familie zu den 10 bundesweit nominierten Lokalen Bündnissen für frühe Bildung gehören“ sagt Silvia Willwertz Der Kita-Preis ist eine gemeinsame Initiative des Bundesfamilienministeriums und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung in Partnerschaft mit der Heinz und Heide Dürr-Stiftung, der Gisela-Sdorra-Stiftung, der Karg-Stiftung, dem Eltern-Magazin und dem Didacta-Verband.


Alle Informationen zum Deutschen Kita-Preis und zur Auswahl der Preisträger finden Interessierte unter www.deutscher-kita-preis.de.


Die Zaubersprache lernen dank Fidibus

Trier Das lokale Bündnis aus Kitas, dem Verein für Familienbildung, der Stadt Trier und dem Kreis Trier-Saarburg gehört zu den Finalisten für den Deutschen Kita-Preis. Wer aufs Podest kommt, entscheidet sich am 7. Mai in Berlin.

Von Mechthild Schneiders

 

Dass Trierer Kinder ihre Rechte kennen oder auch in Gebärdensprache kommunizieren können, verdanken sie dem lokalen Bündnis „Fidibus – mobile inklusive Familienbildung für alle“, das als Impulsgeber funktioniert. Foto: TV/Familienzentrum Fidibus Trier

„Ich finde das Recht auf einen Arzt am besten.“ Der siebenjährige Arman aus Armenien weiß, wovon er redet. Ohne medizinische Hilfe würde er heute nicht mehr leben. „Es ist wichtig, dass alle zu trinken bekommen“, findet Linus (6). „Ich möchte einfach dabei sein“, sagt Anastasia (6), die besonderen Förderbedarf hat. Dass die Kinder ihre Rechte kennen, verdanken sie dem Bündnis „Fidibus – mobile inklusive Familienbildung für alle“ mit dem Projekt „Faire Kinderrechte für alle“.

Und das ist preiswürdig. Deshalb hat sich das Netzwerk für den Deutschen Kita-Preis beworben, zusammen mit weiteren 1528 Bewerbern, davon 140 in der Kategorie „Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres“, die anderen für die „Kita des Jahres“. Fidibus hat es unter die Top 10 geschafft. Wer den Preis gewinnt – der Sieg ist mit 25 000 Euro dotiert, die Plätze zwei bis fünf mit je 10 000 Euro –, entscheidet die Jury aus Wissenschaftlern, Verbänden und Ministerien im Finale am 7. Mai in Berlin.

„Es war zutiefst bewegend, was die Kinder zum Thema Kinderrechte erzählt haben“, sagt Silvia Willwertz, Vorsitzende des Trierer Vereins Fidibus, der gemeinsam mit den Kitas Am Bach, Haus Tobias und Spatzennest in Trier, der Kita St. Martin Zemmer-Schleidweiler sowie den Jugendämtern von Stadt Trier und Kreis Trier-Saarburg das Bündnis „Fidibus – mobile inklusive Familienbildung für alle“ bildet, das seit 2008 in wechselnder Zusammensetzung existiert. Im Angebot waren Workshops,  Ausstellungen – etwa auf der Gartenfeldbrücke – sowie eine Broschüre mit Texten, Bildern und Liedern.

„Wir sind gerade mit dem Projekt gestartet und legen einen starken Fokus auf die Familienbildung“, sagt Tina Bretz von der Kita Spatzennest. „Für uns ist die Musik eine gute Grundlage, damit Kinder sich offen bilden können“, ergänzt Adelheid Weber-Schleder, Integrative Kita Haus Tobias. Auch für Eelco Zwanikken, Leiter der Integrativen Kita am Bach, ist es wichtig, eine gemeinsame Sprache zu finden. „Wir haben die Gebärdensprache gelernt. ‚Guten Morgen‘ können wir alle, selbst die Eltern.“ Für die Kinder sei dies die „Zaubersprache“, mit der sie sich auch im Spiel verständigen, erzählt Willwertz. „Das ist ein Stück gelebte Inklusion.“ Und zeige, wie ein Zusammenleben trotz aller Unterschiedlichkeiten gelingen kann. „Daraus entwickeln wir die Angebote.“

Die Arbeit ist jenseits von dem, was Kitas sonst leisten können. „Das Bündnis ist ein Impulsgeber. Es ist räumlich und inhaltlich sehr mobil“, bekräftigt Joachim Christmann, Kreisverwaltung Trier-Saarburg. Es gehe viele Themen im ganzen Kreis an. „Es ist ein gutes Miteinander“, bestätigt Sozialraumplaner Simeon Friedrich, Stadt Trier. „Wir haben engagierte Partner, die über einen längeren Zeitraum Angebote in den Sozialräumen schaffen.“

Genau dieses Wirken in der Fläche, die Partizipation, die lernende Organisation sowie die Ausrichtung auf Kinder seien die vier Qualitätskriterien für den Kita-Preis, erklärt Stefan Clotz. Er reist zurzeit zusammen mit Julia Schneider für die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung durch Deutschland, um sich die Preisträger vor Ort anzusehen und Interviews mit Kitaleitung, Erziehern und Eltern zu führen. „Dabei treffen wir tolle Menschen, die sich für Kinder engagieren.“ Nachmittags gibt es einen Workshop, „damit wir sehen, wie die Teilnehmer Aufgaben lösen, wie sie zusammenarbeiten und zu welchen Ergebnissen sie kommen“. Zudem wurde ein Film gedreht, der die Arbeit mit den Kindern zeigt.

Die Trierer Partner sind schon aufgeregt. „Wir reisen mit einer Delegation nach Berlin“, sagt Willwertz. „Und hier im Fidibus gibt es Public Viewing.“ Unter den Top 10 zu sein, sei toll. „Ein Preisgeld wäre die Krönung unserer Arbeit!“ Mit ihm könnte das Trierer Netzwerk Projekte weiterführen und neue angehen. Denn, so Christmann: „Fidibus ist ein kleines, aber helles Licht.“    

  

Der Deutsche Kita-Preis würdigt das Engagement der Menschen, die tagtäglich in Kitas zeigen, wie gute Qualität vor Ort gelingt. Er ist eine Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung in Partnerschaft mit der Karg-, der Gisela-Sdorra-, der Heinz- und Heide-Dürr-Stiftung, dem Didacta-Verband sowie dem Eltern-Magazin.


ISB

Seit vielen Jahren unterstützt die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) mit ihrer Weihnachtsspende soziale Projekte und Initiativen, von deren Engagement die rheinland-pfälzische Gesellschaft profitiert. In diesem Jahr überreichte Dr. Ulrich Link, Mitglied des Vorstandes der ISB, den Spendenscheck  an das „fidibus zentrum für familie, begegnung und kultur“ in Trier.
„Wir freuen uns sehr darüber, mit unserer Spende einen Beitrag zur wertvollen Arbeit des fidibus zentrum leisten zu können. Unsere Wahl fiel auf den Verein, da uns das große Angebot, mit dem er Familien unterstützt, begeistert“, erklärte Link.

Wir vom fidibus waren natürlich sehr überwältigt von dieser Spende und bedanken uns noch einmal recht herzlich bei Herrn Dr. Link und der ISB.


10 Jahre Familienzentrum fidibus e.V.

DANKE


Unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Frau Malu Dreyer, zahlreichen Menschen aus dem öffentlichen Leben, vielen Familien mit Kindern sowie Kooperationspartnern und Freunden des fidibus, wurde die Arbeit des Familienzentrums gewürdigt.


Wir setzen mit unseren Projekten immer wieder Zeichen für gelebte Inklusion und stehen seit 10 Jahren für Qualität, persönliche Begleitung, Inklusion und Wohlfühlatmosphäre in der Familienbildung. Dies konnte auch Bundestagsabgeordnete Corinna Rüffer bei Ihrer Ansprache nur bestätigen. Für sie und ihre Tochter ist unser Familienzentrum zu einem Zuhause geworden.


Auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer liegt das Familienzentrum sehr am Herzen, für sie ist eine Anlaufstelle für Familien enorm wichtig. Sie betonte, dass sie für gewöhnlich nicht auf jedes 10-jährige Jubiläum kommen kann, scherzend nur zu 100-jährigen, aber unsere Arbeit genießt in ihren Augen besondere Anerkennung.


Neben Frau Dreyer und Frau Rüffer gab es Grußworte von der Trierer Bürgermeisterin Frau Elvira Garbes, sowie von der Geschäftsführerin Frau Regine Schuster vom paritätischen Wohlfahrtsverband Rheinland-Pfalz/Saarland.


Mit einem kleinen Puppentheater zeigten fidibus-Kinder, die seit 10 Jahren bei uns ein- und ausgehen: „Das Allerwichtigste“ und wofür das fidibus steht: Jeder ist anders und das ist gut so, denn gemeinsam sind wir stark in unserer bunten Vielfalt.

 

Mit einem bunten Programm für Groß und Klein und musikalischer Begleitung durch zwei Musiker, sangen alle fröhlich das „fidibus-Lied“ mit lautsprachunterstützenden Gebärden. Auch die hohen politischen Gäste und Vertreter von Kreis- und Stadtverwaltung machten mutig mit. Der Anlass lautsprachunterstützende Gebärden einfließen zu lassen ist ein Gebärdenbüchlein, welches wir gemeinsam mit vielen fidibus-Kindern und Kindern der Medardschule erstellt haben.


Das „Allerwichtigste“ für die kleinen Gäste an diesem Tag waren die Aktionen in unserem Garten. Neben Kinderschminken und Dosenwerfen gab es ein Glücksrad mit tollen Preisen. An dieser Stelle sei den großzügigen Unterstützern für die Glücksradspenden nochmal gedankt.

 

Alles in allem von allen Seiten freudige Gäste, herzliche Unterstützer und glückliche Kinder.


Wir danken allen Unterstützern, Familien und Kooperationspartnern, die uns auf dem Weg zum 10-jährigen Jubiläum begleitet haben und die dieses Fest zu dem gemacht haben was es war:

 

Ein harmonisches Beisammensein für Jung und Alt, bei dem viel gelacht wurde.


Anlässlich der Veröffentlichung des gemeinsamen Buches von Susanne Peter und Silvia Willwertz am 01.09.2017 lud der fidibus e.V. zu einem Buchfest ein.

 

 

 

 

 

 

 


Silvia Willwertz wird von Ministerpräsidentin Malu Dreyer mit der Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz für herausragendes ehrenamtliches Engagement geehrt.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (Mitte) verleiht die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz an Professor Winfried Blasweiler, Gisela Lohmüller, Silvia Willwertz und Raimund Scholzen (von links). TV-Foto: Friedemann Vetter  Foto: Friedemann Vetter (ClickMe)

(Trier) Im großen Saal der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) hat Ministerpräsidentin Malu Dreyer vier ehrenamtlich engagierten Männern und Frauen die Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz verliehen.

Trier. Die Landesverdienstmedaille wird als Zeichen der Anerkennung bei besonderen ehrenamtlichen Verdiensten für die Allgemeinheit verliehen. Die Ministerpräsidentin eröffnete ihre Rede mit den Worten: "Man kann sagen, dass diese Menschen ein Grundpfeiler unserer Demokratie sind. Ehrenamtliche Arbeit kann mühselig sein, weil es dauern kann, bis sich etwas verändert. Man erleidet Rückschläge und braucht einen langen Atem."


Mit der "Geheimsprache" zu anderen finden

Mit Händen singen: Elemente aus der Gebärdensprache können helfen, Sprachbarrieren zu überwinden. Fidibus Trier will ein Projekt dazu mit Kindern starten. Foto: Fidibus Foto: red red (red) ("TV-Upload red"

 

Trier. Kommunikation ist weitaus mehr als nur Sprache.

Ein Wimpernschlag, ein Blick, ein Schulterzucken,

ein Fingerzeig sagen manchmal mehr als tausend Worte - und können Menschen helfen, die unsichtbare Wand zu anderen zu durchbrechen. "Denn wer sich nicht oder nur ungenau verständigen kann, ist oft sehr einsam und frustriert", sagt Silvia Willwertz vom Familienzentrum Fidibus in Trier. Nicht oder ungenau sprechen zu können, kann viele Ursachen haben: Sie können körperlich sein, aufgrund von Schüchternheit oder einfach nur, weil man aus einem anderen Land kommt und die Sprache nicht spricht.

 

Mit dem Meine-Hilfe-zählt-Projekt "Wir singen mit den Händen" sollen Kinder und Erzieher sogenannte lautsprachunterstützende Gebärden kennenlernen. Das bedeutet, dass nur sinntragende Schlüsselwörter eines gesprochenen Satzes mit einer Bewegung beispielsweise der Hand ausgedrückt werden. Geplant ist laut Willwertz, dass eine Musikpädagogin eine Kindertagesstätte erst einmal über sechs Wochen begleitet. In dem Einführungskurs üben Kinder und Erzieher beim gemeinsamen Singen und Musizieren die lautsprachunterstützenden Gebärden ein. Die Idee zu dem Projekt hatte die Fidibus-Vereinsvorsitzende Willwertz selbst: "Beim Musizieren, Tanzen und Bewegen mit Kindern verwendet man ohnehin immer Gebärden - warum nicht die aus der deutschen Gebärdensprache nehmen?", sagt sie.


Ihre Erfahrungen seien so positiv, dass es ihr ein Herzensanliegen sei, das Projekt vielen Menschen zugänglich zu machen. Denn mit einfachen Mitteln könne viel erreicht werden. "Schon nach vier Wochen setzte bei einigen Kindern, die bis dahin keine oder kaum Lautsprache verwendet haben, ein Riesenerfolg ein", weiß Willwertz. Ein schüchterner Junge habe etwa während des Fahrzeuglieds gelernt, ein Stoppzeichen darzustellen, das alle anderen Kinder akzeptierten. Bei einem Kind mit einer schweren Beeinträchtigung seien Ärzte bislang davon ausgegangen, dass das Kind sich nicht mitteilen könne und auch die kognitive Entwicklung kaum möglich sei, sagt Willwertz. Mit Hilfe der Gebärden könne das Kind nun zeigen, was es mag und was es nicht mag. Und es sei viel fröhlicher geworden. "Ein enormer Gewinn für alle", sagt Willwertz. Das Erlernen der lautsprachunterstützenden Gebärden hat für die Kinder wohl etwas Geheimnisvolles. "Sie empfinden sie als eine Art Geheimsprache", sagt die Fidibus-Leiterin. Das Familienzentrum arbeitet mit dem Trierer Hör-Beratungs- und Informationszentrum (HörBiz) eng zusammen, einige Kitas haben schon ihr Interesse an dem Projekt bekundet.


TV-Leser können das auf Spenden angewiesene Meine-Hilfe-zählt-Projekt finanziell unter der Projektnummer 41614 unterstützen - damit noch mehr Kinder aus ihrer Isolation ausbrechen können.


"Hier bin ich richtig, hier gefällt es mir"

Das Familienzentrum Fidibus ist ein Ort, an dem sich Erwachsene und Kinder zum Spielen und Reden treffen können. Vereinsmitglied Hannah Swoboda ist vor allem von der familiären Atmosphäre begeistert.

Als ich vor mehr als vier Jahren für mich und mein Baby eine Krabbelgruppe zum Erfahrungsaustausch suchte, hatte ich nicht viel Glück. Zwar gab es Angebote für Mütter mit Kleinkindern, aber die zeitliche Begrenzung von einer Stunde hat mich eher gestresst als entspannt.

 

TV-Serie Mein Verein


Ein Kind ist ja nicht auf die Minute genau zu programmieren, und bis ich mit dem fertig gestillten Kind endlich mit Sack und Pack zur Krabbelstunde kam, war die Zeit fast schon wieder um. Mit einem gemütlichen Treffen hatte das nichts zu tun. Als ich dann vor drei Jahren mit meinem zweiten Kind schwanger war, wurde ich auf Fidibus aufmerksam. Von uns zu Hause ist es nur ein kurzer Spaziergang zur Weismark. Als ich zum ersten Mal im Familienzentrum ankam, dachte ich: "Hier bin ich richtig, hier gefällt es mir!"
Die Atmosphäre ist toll, der große Raum ist gepflegt und hell, gemütlich wie ein Wohnzimmer und mit vielen Spielmöglichkeiten auch für die Allerkleinsten perfekt ausgestattet. Es gibt einen Garten mit Sandkasten und Rutsche, und in Hochbeeten können Kinder erleben, wo Kräuter und Gemüse herkommen. Mit meinem dreijährigen Sohn besuche ich gern die sogenannte Rast-Gruppe mit offenem Beginn ab 9 bis 11.30 Uhr. Aber auch für meine fünfjährige Tochter gibt es hier Angebote, die wir nachmittags nutzen. Wir basteln Musikinstrumente und musizieren zusammen mit anderen.
Überhaupt bin ich von den kreativen Bastel- und Spielideen, die die Vorsitzende, Silvia Willwertz, aus dem Hut zaubert, immer wieder begeistert. Mich beeindruckt, mit wie viel Herzblut und Engagement sie und andere Eltern sich einbringen. Davon lebt so ein Verein.

 

Zwar muss man kein Mitglied sein, um die Angebote wahrzunehmen, aber mich hat das Konzept von Anfang an so überzeugt, dass ich dem Verein beigetreten bin. Inzwischen bin ich selbst engagiert. Silvia Willwertz und ich haben uns ein Tischpuppenspiel für Kinder ab vier Jahren ausgedacht, das wir im September aufführen wollen.
Ich mag das Familiäre an dem Haus. Da man sich für den offenen Treff am Freitagnachmittag nicht anmelden muss, weiß man nie, wie viele Kinder und Eltern oder auch Großeltern kommen. Aber man findet immer Anschluss, und bei Kaffee und Kuchen kann man sich gut unterhalten, während die Kinder miteinander spielen. Das Motto des Vereins lautet "Im Mittelpunkt der Mensch". Genau das kommt rüber.
Aufgezeichnet von Karin Pütz

 

 

Extra

Das Fidibus-Zentrum für Familie, Begegnung, Kultur wurde vor fünf Jahren als gemeinnütziger Verein gegründet und hat derzeit 72 Mitglieder. In der Gratianstraße 5 - 7 werden neben einem offenen Treff für Eltern mit Kindern zahlreiche Kurse für Kinder und Erwachsene sowie Fortbildungen für Erzieher und Pädagogen angeboten. Erste Vorstandsvorsitzende ist Silvia Willwertz. Die Höhe des Mitgliedsbeitrags ist unabhängig von der Anzahl der Familienmitglieder und beträgt 36 Euro jährlich. kap Weitere Informationen sowie das aktuelle Programm gibt es auf der Homepage des Vereins unter www.fidibus-trier.de


Fidibus freut sich aufs Finale: Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!

Trier: Der Deutsche Kita-Preis ist mit einem Expertenteam beim Finalisten, dem lokalen Bündnis Fidibus, zu Gast gewesen. 

 

Rund 1500 Bewerber gab es für den begehrten Deutschen Kita-Preis. Er würdigt Menschen, die  hart daran arbeiten, dass die jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft optimal aufwachsen können.

 

Das Bündnis „Fidibus – mobile inklusive Familienbildung für alle“ – hat es bei insgesamt 140 Bewerbern in der Kategorie „Lokales Bündnis für frühe Bildung“ unter die zehn Finalisten geschafft. Die Freude darüber ist Fidibus-Leiterin Silvia Willwertz ins Gesicht geschrieben. Vor zehn Jahren gründetete sie das Familienzentrum in der Trierer Gratianstraße und schuf ein Bildungsangebot für Familien mit Nachwuchs im Kita-Alter – ganz gleich ob mit oder ohne Beeinträchtigung und egal welcher Herkunft.

 

Familienbildung à la Fidibus gibt es mittlerweile auch mobil und wird von zahlreichen Kindertagesstätten und Schulen in der Stadt Trier und im Landkreis Trier-Saarburg geschätzt. Dankbar für die Impulse des mobilen Angebots ist auch Katja Keilen, Leiterin der Kita St. Martin Zemmer-Schleidweiler. „Vor ein paar Jahren hatten wir die Situation, viele Flüchtlingskinder in die Kita zu integrieren“, erzählte sie. Wo Worte zur Verständigung noch fehlten, musste eine andere Form der Kommunikation her, sagte Keilen. „Da kam Fidibus mit den Bausteinen Gesang und vor allem Gebärdensprache gerade recht.“ Die Kleinen liebten die „Zaubersprache“, wie sie sie nennen, und Miteinander und Integration funktionierten tatsächlich besser. Auch das Projekt „Kinder lernen spielerisch ihre Rechte kennen“ sei ein Erfolg gewesen.

 

„Das Bildungsangebot ist eine gute Ergänzung unserer Arbeit. Wir bekommen neue Impulse“, versicherte auch Adelheid-Weber-Schleder, Kitaleiterin der integrativen Kindertagesstätte Haus Tobias in Trier-Quint. Es sei ein Gewinn, dass Fidibus auch Familien eine Tür zur Bildung öffne, die diesen Zugang sonst nicht hätten.

 

Stefan Clotz (Berater Deutscher Kita-Preis) und Julia Schneider (Deutsche Kinder- und Jugendstiftung Rheinland-Pfalz) warfen einen Blick hinter die Kulissen von Fidibus und machten sich ein Bild von der Qualität des Angebots. Auf dem Programm standen ein Workshop sowie Gesprächsrunden und Interviews mit Eltern, Erziehern und Verantwortlichen der Kitas.

 

Clotz ließ sich zwar nicht in die Karten schauen, aber er verriet: „Die Überwindung von Stadt-Landraumgrenzen ist ein wichtiges Qualitätskriterium des Kita-Preises.“ Ebenso gehe es um Partizipation, eine lernende Organisation und natürlich die Ausrichtung auf Kinder. Für ihn steht außer Frage, dass „alle Finalisten Gewinner sind, ausnahmslos. Ich hoffe, Sie spüren das!“ Fidibus sei hochprofessionell und auf jeden Fall preiswürdig, „sonst wären wir nicht hier“.

 

Fidibus hat für den Kita-Preis auch einen Film gedreht, der die Kinder in Aktion zeigt. Sie singen: „Kinder haben Rechte.“ Die Sieger des Kita-Preises werden am 7. Mai in Berlin bekanntgegeben. Der Erstplatzierte erhält 25 000 Euro, die Plätze zwei bis fünf sind mit jeweils 10 000 Euro dotiert. Kurz vor dem Finale studieren die Kinder bei Fidibus übrigens gerade ein neues Lied ein: „Berlin. Wir fahren nach Berlin!“

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